Rückblick Kongress Innovation 360° in Sindelfigen

Kongress Innovation 360° in Sindelfingen zeigte Theorie und Best Practice bei Innovationsmanagement

 


Stellenwert und Qualität der Softwareentwicklung in der Automatisierung sowie im Maschinen- und Anlagenbau steigen stetig. Gleichzeitig gilt es für die Innovationskraft und Umsetzungsfähigkeit bei OEMs und in der industriellen Produktion generell zu sorgen. Im Bereich Automatisierungssoftware betrifft dies zwei große Handlungsfelder: Mitarbeiterqualifizierung und Prozessoptimierung. Es müssen ausgereifte Entwicklungsprozesse und Methoden etabliert werden, die kurze Entwicklungszeiten und langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern. Mit Wissensmanagement, Änderungsmanagement, Inkonsistenzmanagement, Stakeholderintegration und Informationsmodellierung beschäftigte sich der parallel zum ASE-Kongress stattfindende Kongress Innovation 360°. Die TU München stellte hierfür ein kompetentes Sprecherfeld aus Industrie und Forschung zusammen, die ihre Kenntnisse praxisorientiert weitergaben: www.innovation360grad.de

Die Keynote von Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser, Sprecherin des SFB 768 der TU München, lautete Forever Young Software: „Die steigende Nachfrage von Kunden nach individualisierten Massenprodukten sowie die damit einhergehende Forderung nach mehr Flexibilität und Wandelbarkeit im Produktionsprozess hat in der Entwicklung von automatisierten Produktionssystemen (aPS) nicht nur Einfluss auf die verwendete Hardware, sondern vor allem auf die entsprechende Steuerungssoftware. Nach aktuellen Studien sind jedoch, trotz vieler bekannter Nachteile, ungeplante Wiederverwendungsstrategien wie „Copy, Paste and Modify“ noch immer die am häufigsten eingesetzten Methoden in der Steuerungsentwicklung neuer aPS. Diese Methode, bei der bestehende Teile oder ganze Softwareprojekte kopiert und an die Anforderungen des aktuell zu entwickelnden aPS angepasst werden, birgt unter anderem das Risiko beim Ändern nicht alle notwendigen Teile korrekt zu adaptieren.“ Prof. Vogel-Heuser gab dazu einen gesamtheitlichen Überblick über die Konzeptionierung, Implementierung, Wiederverwendung, Dokumentation, Wartung und Evolution von modularer Steuerungssoftware. Der Fokus lag hierbei auf aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätzen aus der Forschung in den einzelnen Phasen der Softwareevolution.

Mehr Informationen zum Innovation360grad und Parallelkongress ASE finden Sie unter: https://www.elektronikpraxis.vogel.de/wichtige-impulse-fuer-entwickler-in-der-automatisierung-a-868589/